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Neuer Leitfaden zum Umgang mit hohen Grundwasserständen

Bild 2 Hohe Grundwasserstande

Hohe Grundwasserstände – eine unterschätzte Gefahr: In den letzten Jahrzehnten ist dieses Thema in vielen Regionen Deutschlands zunehmend bekannt geworden. Vielfach kam es zu erheblichen Schäden durch Vernässung und/oder Auftrieb von Gebäuden, da die Bauwerke nur unzureichend gegen drückendes Grundwasser geschützt waren. Ursache waren überwiegend witterungsbedingte Einflüsse, insbesondere Hochwasserereignisse, Abdichtungen von öffentlichen und privaten Kanalnetzen sowie Rückgänge der privaten und industriellen Grundwasserförderung. Hohe Grundwasserstände bergen das Risiko, dass sie oft unerwartet und zeitlich verzögert auftreten und von längerer Dauer sind. Das Problembewusstsein für diese unsichtbaren Zusammenhänge war häufig nicht gegeben.

Im Nachgang eines Workshops im November 2016 hat sich deshalb die Arbeitsgruppe „Umgang mit hohen Grundwasserständen“ innerhalb des Bundes der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) zusammengefunden und einen Praxisleitfaden erarbeitet, der Behörden bei der Entscheidungsfindung und bei Ausschreibungen unterstützt, Ingenieurbüros bei der Planung und Ausführung hilft und Betroffene rund um das Thema „Hohe Grundwasserstände“ informiert.

Die in Kürze zur Veröffentlichung geplante Fachinformation „Umgang mit hohen Grundwasserständen“ ist das Ergebnis einer sehr intensiven Zusammenarbeit von mehr als 25 Fachleuten aus Universitäten, Forschungsinstitutionen, Fachbehörden, Wasserwirtschaftsverbänden, Entwässerungsbetrieben und Ingenieurbüros. Die MuP Umwelttechnik GmbH hat hierbei als Teil der Arbeitsgruppe einen Beitrag geleistet.

Durch die Fachinformationen soll das Problembewusstsein für die Ursachen hoher Grundwasserstände geschärft werden. Neben der grundlegenden Prozessbeschreibung werden anhand von Praxisbeispielen Maßnahmen zur Vorbeugung von hohen Grundwasserständen und zur Schadenminimierung aufgezeigt. Darüber hinaus wird u. a. auf die Ermittlung des Bemessungsgrundwasserstandes, auf Planungshilfen und planungsrechtliche sowie kommunikative Aspekte eingegangen.

 

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